Schülerinnen und Schüler im Klosterhof des Evangelischen Seminars Blaubeuren.
Gymnasium mit Internat seit 1556 – ein Ort für Schülerinnen und Schüler, die mehr wollen als Schule.
Das Evangelische Seminar Blaubeuren

Gymnasium mit Internat seit 1556 – ein Ort für Schülerinnen und Schüler, die mehr wollen als Schule.

Das Evangelische Seminar Blaubeuren

Das Evangelische Seminar Blaubeuren ist ein staatliches Gymnasium für die Klassen 9 bis 12 mit einem Internat in Trägerschaft der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Unsere Schwerpunkte sind alte und moderne Sprachen, Musik und Religion: Motivierte und interessierte Jugendliche finden am Seminar die optimale Förderung und viel Raum zur Entfaltung!

Das Ev. Seminar Blaubeuren nimmt evangelische Schüler/innen ab Klasse 9 auf. Auch ein „Quereinstieg“ in den höheren Klassen ist möglich.

Ein einzigartiges Stipendiensystem sorgt dafür, dass der Besuch des Seminars nicht von den finanziellen Möglichkeiten des Elternhauses abhängt (monatlicher Regelsatz: 350 Euro).

Auch nicht-evangelische, christliche Schülerinnen und Schüler (ACK) und „Externe“ können aufgenommen werden.

 

 

„Das Semi ist für mich: Werden und zu mir finden! Mit Menschen, die mir unglaublich schnell ans Herz gewachsen sind.“
Emma, 14 Jahre

Das Seminar auf einen Blick

 

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Gymnasium ab Klasse 9

Das Seminar beginnt in Klasse 9; auch eine Quereinstieg in eine der höheren Klassen ist möglich. Unsere Schwerpunkte sind Religion, Musik und Sprachen.

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Internat und Externe

Die meisten Schülerinnen und Schüler wohnen in unserem Internat. Daneben gibt es auch Plätze für Externe – ohne Übernachtung, aber natürlich mit Mahlzeiten und Freizeitaktivitäten.

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Stipendien

Alle Semis haben ein Stipendium: Der Besuch der Schule soll nicht an finanziellen Möglichkeiten scheitern. Wir nehmen evangelische Schülerinnen und Schüler auf, haben aber auch Plätze für Jugendliche, die einer anderen christlichen Kirche angehören.

Schulprofil

Hier stellen wir unsere schulischen Schwerpunkte kurz vor:

 

Religion

Das Evangelische Seminar wurde bereits im Zuge der Reformation begründet: Von Anfang an war es das Ziel, junge Menschen durch umfassende Bildung zu befähigen, gute und tragfähige Entscheidungen zu fällen. Das gemeinsame Nachdenken über die großen Fragen des Lebens, über Gott und die Welt gehörte schon immer dazu.

Religion hilft dabei, die Sinnfrage zu stellen, sich der eigenen Werte bewusst zu werden, sie zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Der Glaube gibt Halt und Kraft. Es ist entlastend, immer wieder zu spüren, dass man nicht alles alleine bewältigen muss. Im Internatsalltag wird Religion z.B. in Andachten, Gottesdiensten, Morgenimpulsen und außerunterrichtlichen Angeboten zu einem festen und bereichernden Teil des Lebens.

Andacht  - ein gemeinsamer Moment des Glaubenslebens am Seminar.

Musik

Das gemeinsame Musizieren – insbesondere das Singen im Chor – ist ein Schwerpunkt und zentraler Bestandteil der Persönlichkeitsbildung am Seminar. Musik begleitet die Schülerinnen und Schüler in vielfältiger Art und Weise und unterschiedlicher Ausprägung in der Schule, im Alltag, bei Gottesdiensten und Mahlzeiten, in der Freizeit, bei den Musik-AGs, in und außerhalb des Klosters. Dabei spielt es keine Rolle, ob allein im Instrumentalunterricht oder als größere Gruppe in Klasse, Chor oder Schulgemeinschaft, ob mit wenig Vorerfahrung oder breiter musikalischer Ausbildung, ob klassisch oder modern musiziert wird.

Alte und moderne Sprachen

Alle Semis lernen Altgriechisch, weil es zur humanistischen Vorstellung von Bildung am Seminar gehört. Mit den Texten der Griechen lernen sie, über das Menschsein nachzudenken. Zeitlose Fragen stehen bei diesem Fach im Mittelpunkt: Wer bin ich? Wie kann ich meinen Mitmenschen und mir gerecht werden? Was kann ich erreichen und wo liegen meine Grenzen?

Griechisch fordert Offenheit, fördert genaues Hinsehen und damit die Kritikfähigkeit. Es macht ein Bewusstsein für die europäische Geistesgeschichte in ihren Grundlagen und ihrer Entwicklung möglich. Nicht zuletzt ist Griechisch die Sprache des Neuen Testamentes, welches die Semis somit im Urtext lesen können!

Außerdem werden Latein, Hebräisch und die modernen Fremdsprachen Englisch und Französisch am Seminar gelehrt.

 

Unterricht in den alten Sprachen am Evangelischen Seminar Blaubeuren.
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Semi werden

Erstmal reinschnuppern

Das Seminar muss man erleben: Deshalb bieten wir Schnupper-Tage an!

Beim Schnuppern verbringst du drei Tage und zwei Nächte bei uns an der Schule und im Internat. So erlebst Du den echten Semi-Alltag: morgens Unterricht, mittags gemeinsames Essen, nachmittags nimmst du vielleicht an einer AG teil oder machst Sport mit den Semis. Abends gibt es eine tolle Stimmung und gute Gespräche im Klosterhof.

Viele Semis sagen: „Das Schnuppern hat entschieden!“

Termine werden individuell vereinbart: Melde Dich einfach bei uns!

Schnuppertage anfragen

Eine Terminanfrage kann über unsere Sekretärin Frau Riedmüller (Tel. 07344 9626-10, Mo–Fr 8:30–13:00 Uhr) oder per Mail über ephorat@seminar-blaubeuren.de erfolgen.

Gegenseitiges Kennenlernen

Unsere Aufnahmefreizeit („Landexamen“)

Vor dem Eintritt in das Seminar veranstalten wir eine Aufnahmefreizeit, das sogenannte „Landexamen“. Eingeladen sind Achtklässlerinnen und Achtklässler, die zur 9. Klasse ans Seminar wechseln wollen.

Die Aufnahmefreizeit findet jedes Jahr nach den Pfingstferien statt, also Ende Juni oder Anfang Juli. Sie dauert drei Tage, von Sonntagabend bis Mittwochmittag: Man lernt während dieser Zeit die anderen Bewerberinnen und Bewerber, die aktuellen Semis und das Internatsleben kennen. Die Lehrerinnen und Lehrer erfahren etwas über die „Neuen“, was sie interessiert, was sie schon können und welche Entwicklungsmöglichkeiten es gibt.

Im Rahmen der Aufnahmefreizeit verschaffen wir uns einen Überblick über den Leistungsstand: Schriftlich geprüft werden die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch.

Daneben gibt es eine mündliche Prüfung in Evangelischer Religion statt und eine Präsentationsprüfung in einem der folgenden Fächer: Musik (mit Vorspiel), Latein, Französisch oder Geschichte

Neben den Prüfungen kommt der Spaß aber natürlich nicht zu kurz! Auf dem Freizeitprogramm stehen beispielsweise Ausflüge in die Blaubeurer Umgebung, lustige Spiele in und um das Kloster und viele interessante Gespräche.

Nach der Anmeldung zur Aufnahmefreizeit erhalten alle Bewerberinnen und Bewerber weitere Informationen und Musteraufgaben zu den Prüfungen.

Die Termine für die Aufnahmefreizeit („Landexamen“) sind:

  • Sonntag, 12. Juli, bis Mittwoch, 15. Juli 2026
  • Sonntag, 11. Juli, bis Mittwoch, 14. Juli 2027

 

Schülerinnen und Schüler im Klosterhof des Evangelischen Seminars Blaubeuren.

Schule und Internat – für viele günstiger als gedacht

Alle Seminaristinnen und Seminaristen werden nach erfolgreicher Aufnahme Stipendiatinnen und Stipendiaten der Evangelischen Seminarstiftung.

Für die meisten Familien betragen die Kosten für Schule, Internat, Verpflegung und Betreuung 350 Euro pro Monat. In vielen Fällen kann zusätzlich Schüler-BAföG beantragt werden.

Uns ist wichtig, dass der Besuch des Seminars nicht an den finanziellen Möglichkeiten einer Familie scheitert. Deshalb beraten wir gerne persönlich zu Kosten, Förderung und möglichen Unterstützungsangeboten.

→ Mehr zu Kosten und Finanzierung

 

Erforderliche Unterlagen

 

 

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Anmeldeformular

Offizielles Formular zur Anmeldung für das Landexamen und die Aufnahme ins Seminar

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Gesundheitsfragebogen

Wichtige Angaben für Internat, Alltag und medizinische Betreuung

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Motivationsschreiben

Von dem/der Bewerber/in eigenhändig geschriebenes kurzes Gesuch um Zulassung zum Landexamen mit Angaben sonstiger Interessen, Aktivitäten und Hobbies

 

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Kirchenzugehörigkeit

Taufschein oder beglaubigte Abschrift (evangelisch oder ACK-Mitglied)
und Fotokopie der Geburtsurkunde 

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Zeugnisse

Kopie des letzten Schulzeugnisses (Klasse 7) sowie die aktuelle Halbjahresinformation Klasse 8

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Abschicken

Unterlagen per Post an:

Ev. Seminar Blaubeuren
z.Hd. Frau Riedmüller

Klosterhof 2

89143 Blaubeuren

Schule darf sich auch wieder richtig anfühlen

QUEREINSTIEG

Üblicherweise kommen neue Schülerinnen und Schüler in Klasse 9 ans Seminar – aber auch ein sogenannter „Quereinstieg“ in eine der höheren Klassen ist gut möglich. Interessentinnen und Interessenten laden wir zum Schnuppern nach Blaubeuren ein; eine Teilnahme an der Aufnahmefreizeit („Landexamen“) ist nicht vorgesehen.

Die meisten „Queris“ stoßen in Klasse 11, zu Beginn der Kursstufe, zu uns. Auch in Klasse 10 und, in seltenen Fällen, in der Abschlussklasse kann man ins Seminar „einsteigen“. Wir beraten gerne!

Bei einem Quereinstieg gelten die Konditionen eines Teilstipendiums.

 

EXTERNE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER

Das Evangelische Seminar Blaubeuren bietet auch einige Plätze für externe Schülerinnen und Schüler an – dieses Modell kennt man ja aus vielen Internatsromanen: Unsere „Externen“ besuchen den Schulunterricht und nehmen an den Mahlzeiten teil; auch das Mitmachen in den Arbeitsgemeinschaften des Seminars ist gerne möglich. Es wird ein schöner Arbeitsplatz im Dorment zur Verfügung gestellt. Die Nächte verbringen externe Schülerinnen und Schüler freilich zuhause.

Für „Externe“ gelten eigene Konditionen.

Bei Interesse an einem Quereinstieg oder an einem Externenplatz bitten wir um Rücksprache mit Ephorus Jochen Schäffler (Tel. 07344 9626-10, Mo–Fr 8:30–13:00 Uhr) oder per Mail über ephorat@seminar-blaubeuren.de).

Ein traditionsreiches Stipendiensystem

Kosten und Stipendien

Das Evangelische Seminar Blaubeuren bietet jungen Menschen eine hervorragende Schulbildung. Die Motivation und das Talent der Jugendlichen sollen dabei im Vordergrund stehen – nicht die finanziellen Möglichkeiten der Eltern.

So war es schon das Ansinnen des württembergischen Herzogs, der die Schule 1556 gründete, dass der familiäre Hintergrund keine Rolle spielen sollte: Er richtete deshalb ein Stipendiensystem ein, das seit über 450 Jahren erfolgreich funktioniert!

Nach erfolgreicher Teilnahme am „Landexamen“ erhalten alle Seminaristinnen und Seminaristen ein Stipendium der Evangelischen Seminarstiftung, die vom Land Baden-Württemberg und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gemeinsam getragen wird. Damit wird der Besuch der Schule und des Internats zu geringen Kosten ermöglicht.

18 Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang können eine sogenannte Freistelle („Vollstipendium“) erhalten: Die Kosten für Unterbringung, Verpflegung und Betreuung betragen dann 350 Euro im Monat. Voraussetzung ist die Teilnahme am „Landexamen“ und die Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche. Wer später in den Pfarrdienst der Evangelischen Landeskirche in Württemberg oder in den höheren Schuldienst des Landes Baden-Württemberg als Religionsphilologe eintritt, erhält diesen Betrag wieder erstattet.

Bis zu sieben weitere Schülerinnen und Schüler pro Jahrgang erhalten ein „Teilstipendium“: Die Kosten betragen dann 1050,- Euro im Monat, inklusive Unterbringung, Verpflegung und Betreuung.

Das Teilstipendium steht auch Quereinsteigern und nicht evangelischen, christlichen Schülerinnen und Schülern offen.

Der Preis für externe Schülerinnen und Schüler beträgt 525 Euro im Monat.

Für Familien, denen es schwerfällt, diese Beiträge aufzubringen, bestehen weitere Fördermöglichkeiten, unter anderem eine Schüler-BAföG-Förderung ab Klasse 10. Um soziale Härten zu vermeiden, ist in Einzelfällen auch die Unterstützung durch ein weiteres landeskirchliches Stipendium möglich.

Eine individuelle Beratung zu den Kosten erhalten Sie beim Schulträger: Evangelische Seminarstiftung, Miklas Hahn, Tel.: 0711/6723542-13.

Weitere Infos zu den Beiträgen und den Fördermöglichkeiten finden Sie hier.

Uns ist es sehr wichtig, dass der Besuch des Seminars unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten möglich ist. Wir beraten Sie gerne!

Die evangelischen Klosterschulen und das Seminar Blaubeuren: Bildung seit 1556

Zur Geschichte des Seminars

Im Jahr 1556 ließ Herzog Christoph von Württemberg in den seit der Reformation leerstehenden Männerklöstern des Landes Klosterschulen errichten: Ziel war es, begabten Landeskindern mittels eines neuartigen Stipendiensystems eine gute Ausbildung zu ermöglichen, um im Schwabenland den Nachwuchs an guten Pfarrern, aber auch Lehrern und Beamten sicherzustellen. Die soziale Herkunft der Schüler sollte dabei keine Rolle spielen. Von den ehemals 13 Standorten gibt es heute noch zwei – in Maulbronn und hier, in Blaubeuren!

1817 wurde die Klosterschule Blaubeuren mit einem überarbeiteten Bildungskonzept als „Evangelisches Seminar“ wiedereröffnet; der Schulleiter trägt seither den Titel „Ephorus“.

Ganze Generationen von Pfarrern und (Geistes-)Wissenschaftlern gingen aus dem Seminar Blaubeuren hervor: Zu seinen bekanntesten Absolventen gehören beispielsweise der Schriftsteller Wilhelm Hauff, der Literaturprofessor und Philosoph Friedrich Theodor Vischer, der Theologe David Friedrich Strauß oder der Pfarrer Julius von Jan, der 1938 mutigen Widerstand gegen das NS-Regime leistete.

1974 kamen die ersten Mädchen als Schülerinnen nach Blaubeuren: Heute stellen die „Seminaristinnen“ sogar die Mehrzahl unserer Schülerschaft!

Ein Stipendium gibt es für die Schülerinnen und Schüler bis heute: Es wird von der Evangelischen Seminarstiftung vergeben, die von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und dem Land Baden-Württemberg gemeinsam getragen wird.

Ein Ziel unserer Schule ist nach wie vor, optimal auf ein eventuelles Studium der Evangelischen Theologie vorzubereiten: Dies ist an unseren Schwerpunktfächern (Religion, Musik, alte Sprachen) ersichtlich. Selbstredend stehen den Semis nach dem Abi auch alle anderen Studien- und Ausbildungsgänge offen!

https://bawue.museum-digital.de/object/57397  1_00887-57397.jpg: CC BY-SA / Stadtarchiv Stuttgart/Volker Naumann / https://bawue.museum-digital.de/singleimage?imagenr=36513
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