950 Jahre ununterbrochene Nutzung dieses besonderen Ortes zeichnen das Kloster Blaubeuren aus:
Im Jahr 1085 kamen Hirsauer Mönche an den Blautopf, um hier, am Fuß der Schwäbischen Alb, eine Benediktinerabtei zu gründen – passend zur sprudelnden Quelle in der Nachbarschaft wurde sie Johannes dem Täufer geweiht. Vom ersten Kloster, das in romanischem Stil errichtet wurde, ist nur noch wenig Bausubstanz erhalten.
Ab dem Jahr 1466 wurden die Klausurgebäude in hochgotischer Bauweise neu errichtet: So präsentiert sich die Anlage den Besuchern bis heute.
Prägender Abt im späten 15. Jahrhundert war Heinrich III. Fabri, ein enger Vertrauter des Grafen Eberhardt im Barte: Abt Fabri fungierte beispielsweise bei der Gründung der Universität Tübingen in den 1470er-Jahren als Päpstlicher Kommissar. 1493 erfolgte die Weihe der großen Klosterkirche mit dem berühmten Flügelaltar.
Der Blaubeurer Benediktinerkonvent konnte die neuerrichteten Räumlichkeiten nicht sehr lange genießen: Im Zuge der Reformation in Württemberg wurde das Kloster 1535 von Herzog Ulrich geschlossen. Zwanzig Jahre später, im Jahr 1556, ersann Ulrichs Sohn Herzog Christoph eine geniale Nachnutzung für die wunderbaren Klostergebäude: Er richtete eine Schule für begabte Landeskinder ein!
Seitdem leben und lernen Jugendliche in den spätmittelalterlichen Mauern. Mittlerweile werden diese stimmungsvollen Räume länger von Schülern als von Mönchen genutzt.
Das Kloster Blaubeuren ist kein Museum – sondern ein quicklebendiger Ort.
Wir laden Sie ein, ihn zu entdecken!