{"id":78470,"date":"2024-02-13T17:53:23","date_gmt":"2024-02-13T16:53:23","guid":{"rendered":"https:\/\/seminar-blaubeuren.de\/?page_id=78470"},"modified":"2026-04-22T15:24:57","modified_gmt":"2026-04-22T13:24:57","slug":"schutzkonzept","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/seminar-blaubeuren.de\/index.php\/internat\/schutzkonzept\/","title":{"rendered":"Schutzkonzept"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8220;125553&#8243;]<\/p>\n<h3>Die n\u00f6tige Distanz wahren und N\u00e4he zulassen.<\/h3>\n<h2>Verbindlicher Verhaltenskodex zur Pra\u0308vention von Sexualisierter Gewalt am Evangelischen Seminar Blaubeuren<\/h2>\n<h3>Sensibilisierung, Auftrag und Horizont<\/h3>\n<ul>\n<li>Der Titel der 2014 erschienenen Brosch\u00fcre der EKD \u201eAuf Grenzen achten. Sicheren Ort geben\u201c ist programmatisch: Ohne deutliche Grenzen und ohne N\u00e4he geht es nicht. Betont wird, dass p\u00e4dagogische Arbeit in Kirchengemeinden und Schulen immer auch Beziehungsarbeit ist und der Aufbau eines Vertrauensverh\u00e4ltnisses ein wichtiger Bestandteil der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Auch die im Unterricht und in schulischen Internaten entstehenden Beziehungen weisen die beschriebenen Besonderheiten auf: Zum einen besteht eine emotionale und r\u00e4umliche N\u00e4he zwischen Erwachsenen und Minderj\u00e4hrigen, zum anderen entstehen diese Beziehungen im Rahmen eines professionellen Kontextes, in dem die Jugendlichen ihre Bezugspersonen nicht ausschlie\u00dflich frei ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen und dem Kontakt mit diesen nur sehr begrenzt ausweichen k\u00f6nnen. Eine zentrale Anforderung an P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen ist daher, die n\u00f6tige Distanz zu wahren und N\u00e4he zuzulassen. (<u><a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/Missbrauch-Grenzen-achten-Sicheren-Ort-geben-24571.htm\">https:\/\/www.ekd.de\/Missbrauch-Grenzen-achten-Sicheren-Ort-geben-24571.htm<\/a>)<\/u><\/li>\n<li>Die Fachstelle Pr\u00e4vention der W\u00fcrttembergischen Landeskirche h\u00e4lt fest: Das Thema \u201eSexualisierte Gewalt\u201c stellt alle, die im Raum der Kirche t\u00e4tig sind, vor eine gro\u00dfe Herausforderung. Wir wissen inzwischen, dass sexualisierte Gewalt, Grenzverletzungen und Missbrauch \u00fcberall geschehen, in einer Kultur des Schweigens und des Verleugnens aber \u201agedeihen\u2018 k\u00f6nnen. Asymmetrische Beziehungen sind in besonderer Weise gef\u00e4hrdet. Umso wichtiger ist, dass Kinder, Jugendliche und hilfesuchende Erwachsene im Raum der Kirche Schutz- und Kompetenzorte finden und auf Menschen treffen, die auf Anzeichen und Hinweise auf Missbrauch oder Grenzverletzungen professionell reagieren und sich mit dem Schutzauftrag ausf\u00fchrlich besch\u00e4ftigt haben. <u>(<\/u><a href=\"https:\/\/www.elk-wue.de\/helfen\/sexualisierte-gewalt\/praevention\">https:\/\/www.elk-wue.de\/helfen\/sexualisierte-gewalt\/praevention<\/a><u>) <\/u><\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8220;168310&#8243;]<\/p>\n<div id=\"c183\">\n<div class=\"container container--small\">\n<div class=\"ce-textpic ce-right ce-intext\">\n<div class=\"ce-bodytext margin-bottom-huge\">\n<h3><strong>0. Grunds\u00e4tzliches<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>Das Ev. Seminar Blaubeuren soll ein Ort sein, an dem sich Sch\u00fcler*innen, Lehrkr\u00e4fte und Mitarbeitende in jeder Hinsicht sicher f\u00fchlen.<\/li>\n<li>Der Verhaltenskodex thematisiert das Miteinander aller Personen am Ev. Seminar; das meint auch den Umgang der Sch\u00fcler*innen untereinander.<\/li>\n<li>Die Wahrnehmung von N\u00e4he und Distanz sowie pers\u00f6nlicher Grenzen ist sehr individuell. Deshalb ist ein r\u00fccksichtsvolles Miteinander unerl\u00e4sslich. \u00c4u\u00dfert eine Person, dass ihre pers\u00f6nliche Grenze \u00fcberschritten wurde, ist das in jedem Fall ernst zu nehmen. Reaktionen wie \u201edas war nur ein Spa\u00df\u201c oder \u201eich wollte nur ehrlich sein\u201c nehmen eine Grenzverletzung nicht ernst.<\/li>\n<li>Nach dem Prinzip \u201eChoice, Voice, Exit\u201c ist darauf zu achten, dass Wahlfreiheit besteht bei Aktionen mitzumachen, dass ein \u201eNein\u201c oder kritische Stimmen zu Geh\u00f6r kommen, und dass es immer Wege geben muss, aus Situationen herauszukommen.<\/li>\n<li>Bei erfahrener oder beobachteter (sexualisierter) Gewalt oder Grenzverletzung ist Position zu beziehen. Das muss man nicht allein tun: Als Ansprechpersonen k\u00f6nnen Frau Kasper, Herr Stock, jede andere Lehrkraft bzw. Vertrauensperson, die Psychologische Beratungsstelle Ulm\/Blaubeuren (0731 1538 400) oder Frau Werling (Kontakt s. Aushang H\u00e4user) zurate gezogen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8220;105137&#8243;]<\/p>\n<div id=\"c183\">\n<div class=\"container container--small\">\n<div class=\"ce-textpic ce-right ce-intext\">\n<div class=\"ce-bodytext margin-bottom-huge\">\n<h3>1. Gestaltung von N\u00e4he und Distanz<\/h3>\n<ul>\n<li>Einzelgespr\u00e4che, \u00dcbungseinheiten und Einzelunterricht finden nur in den daf\u00fcr vorgesehenen und jederzeit von au\u00dfen zug\u00e4nglichen geeigneten R\u00e4umlichkeiten statt.<\/li>\n<li>Freundschaften zwischen Lehrkr\u00e4ften und Sch\u00fcler*innen werden unterlassen.<\/li>\n<li>Private Aktivit\u00e4ten von Lehrkr\u00e4ften mit Sch\u00fcler*innen au\u00dferhalb des Seminargel\u00e4ndes werden mit der Schulleitung vorab abgesprochen.<\/li>\n<li>Spiele, Methoden und \u00dcbungen im Unterricht und Internat werden so gestaltet, dass den Sch\u00fcler*innen weder Angst gemacht noch ihre Grenzen \u00fcberschritten werden.<\/li>\n<li>Individuelle Grenzempfindungen und verbalisierte Signale von Sch\u00fcler*innen und Lehrkr\u00e4ften werden ernst genommen, geachtet und nicht abf\u00e4llig kommentiert.<\/li>\n<li>Grenzverletzungen durch Lehrkr\u00e4fte oder durch Sch\u00fcler*innen, z.B. sexualisierte Komplimente oder unangemessene Ber\u00fchrungen werden thematisiert und d\u00fcrfen nicht kleingeredet oder \u00fcbergangen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8220;120387&#8243;]<\/p>\n<div id=\"c170\">\n<div class=\"container container--small\">\n<div class=\"ce-textpic ce-right ce-intext\">\n<div class=\"ce-bodytext margin-bottom-huge\">\n<h3>2. Angemessenheit von K\u00f6rperkontakt<\/h3>\n<ul>\n<li>Unerw\u00fcnschte Ber\u00fchrungen sind grunds\u00e4tzlich nicht erlaubt.<\/li>\n<li>K\u00f6rperkontakt zwischen Lehrenden sowie Mitarbeitenden und Sch\u00fcler*innen ist sensibel und nur in Ausnahmef\u00e4llen w\u00e4hrend der Dauer und zum Zweck einer Versorgung, wie z.B. Pflege, Erste Hilfe, Trost oder zum Schutz von anderen oder sich selbst erlaubt. Grunds\u00e4tzlich wird vor einer Ber\u00fchrung um Erlaubnis gefragt.<\/li>\n<li>Im Sportunterricht, AGs und im Gesangs- und Instrumentalunterricht sind Hilfestellungen und Sicherungen als eindeutige Unterst\u00fctzungshandlungen zu gestalten und zu erl\u00e4utern. Die Zustimmung der Sch\u00fcler*innen ist hierf\u00fcr erforderlich, damit eine angstfreie und ermutigende Atmosph\u00e4re herrscht.<\/li>\n<li>Auch K\u00f6rperkontakt unter Sch\u00fcler*innen kann jederzeit abgelehnt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>3. Sprache, Wortwahl und Kleidung<\/h3>\n<\/div>\n<ul>\n<li>Bei jeder Form der Kommunikation sind Respekt vor den und die W\u00fcrde der anderen Mitglieder der Schulgemeinschaft zu wahren. Sexualisierte Sprache, rassistische, diskriminierende oder verletzende Kommentare haben keinen Platz am Seminar.<\/li>\n<li>Abf\u00e4llige oder geschlechterbezogene Bemerkungen, Blo\u00dfstellungen, Bodyshaming oder Catcalling (z.B. Hinterherpfeifen) werden nicht geduldet.<\/li>\n<li>Sch\u00fcler*innen werden von Lehrenden mit ihrem Vornamen oder in der von ihnen ausdr\u00fccklich gew\u00fcnschten Form angesprochen.<\/li>\n<li>Herablassende Kosenamen oder Spitznamen werden auch unter Sch\u00fcler*innen nicht verwendet. Jegliche abwertenden Witze, z. B. \u00fcber Namen und Dialekte, werden unterlassen.<\/li>\n<li>Verbale und nonverbale Interaktionen sollen der jeweiligen Rolle und dem Auftrag entsprechen und der Zielgruppe und deren Bed\u00fcrfnissen angepasst sein.<\/li>\n<li>Wir verzichten auf einen institutionellen Kleidungskodex. Gleichzeitig sind wir uns der Unterscheidung zwischen der schulischen und privaten Sph\u00e4re bewusst und ber\u00fccksichtigen dies in unserer Kleidungswahl.<\/li>\n<li>Wer sich auf dem Flur des Schlaftrakts\u00a0aufh\u00e4lt, ist angemessen gekleidet (z.B. gro\u00dfes Handtuch oder Bademantel, sodass auch der Oberk\u00f6rper bedeckt ist).<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8220;207111&#8243;]<\/p>\n<div id=\"c170\">\n<div class=\"container container--small\">\n<div class=\"ce-textpic ce-right ce-intext\">\n<div class=\"ce-bodytext margin-bottom-huge\">\n<h3>4. Umgang mit und Nutzung von sozialen Netzwerken und Medien<\/h3>\n<ul>\n<li>Ein in jeder Hinsicht respekt- und verantwortungsvoller Umgang mit sozialen Medien und Netzwerken wie z.B. Tiktok, Instagram und YouTube ist erw\u00fcnscht.<\/li>\n<li>Den konkreten Gruppendruck in sozialen Netzwerken kennen Lehrende kaum und noch viel weniger k\u00f6nnen sie an dieser Stelle kontrollieren. Daher ist es v. a. wichtig, die Sensibilit\u00e4t der Sch\u00fcler*innen zu st\u00e4rken und Wege zur Reaktion auf Grenzverletzungen aufzuzeigen.<\/li>\n<li>Unverzichtbar sind Medientage f\u00fcr Sch\u00fcler*innen, um Sensibilit\u00e4t und Medienkompetenz zu f\u00f6rdern. Medienkompetenz wird durch regelm\u00e4\u00dfige Schulungen und Pr\u00e4ventionsangebote p\u00e4dagogisch unterst\u00fctzt.<\/li>\n<li>Das Recht am eigenen Bild ist zu wahren. Ohne Erlaubnis werden keine Bilder von anderen Personen gemacht. Bilder, pers\u00f6nliche Daten und Chatverl\u00e4ufe werden nicht ohne Einverst\u00e4ndnis der betroffenen Person(en) weitergegeben bzw. gepostet.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>5. Respektvoller Umgang und Achtung der Intimsph\u00e4re<\/h3>\n<ul>\n<li>Pers\u00f6nliche R\u00e4ume werden als solche respektiert.<\/li>\n<li>Eigenst\u00e4ndigkeit in Bezug auf eine Grundordnung und -sauberkeit der Zimmer wird erwartet und ggf. von den Lehrkr\u00e4ften sensibel eingefordert.<\/li>\n<li>Vor dem Betreten der Internatszimmer wird grunds\u00e4tzlich um Zustimmung gebeten (Ausnahmen bilden Notf\u00e4lle und Regelverletzungen).<\/li>\n<li>Lehrer*innen achten auf angepasstes Klopfen und warten auf Zustimmung beim Betreten der Internatszimmer. Wird das Antworten au\u00dfen nicht geh\u00f6rt, kann die T\u00fcr um eine Fingerbreite ge\u00f6ffnet werden, um nochmals um Zustimmung zum Betreten zu bitten.<\/li>\n<li>Sanit\u00e4rr\u00e4ume \/ WC betreten Lehrende nur anlassbezogen und dann nach deutlicher Ank\u00fcndigung.<\/li>\n<li>M\u00fcssen handwerkliche T\u00e4tigkeiten in den Zimmern oder Sanit\u00e4rr\u00e4umen durchgef\u00fchrt werden, wird nach M\u00f6glichkeit im Vorfeld informiert. An Heimreisewochenenden und vor den Ferien gibt es einen Durchgang durch alle Zimmer, bei dem auf geschlossene Fenster und regulierte Heizk\u00f6rper geachtet wird. Die Reinigungskr\u00e4fte betreten die Zimmer regelm\u00e4\u00dfig zur Reinigung.<\/li>\n<li>Der gegengeschlechtliche Schlaftrakt, vor allem die einzelnen Zimmer, werden von Lehrkr\u00e4ften nur anlassbezogen betreten (z. B. medizinische Probleme, Fehlen eines\/r Sch\u00fcler*in, Aktivit\u00e4t nach Nachtruhe), wenn m\u00f6glich werden gleichgeschlechtliche Kolleg*innen hinzugebeten.<\/li>\n<li>Bei Gespr\u00e4chen auf den Schlaftrakten wird auf alle gesch\u00fctzten Zeiten geachtet, damit diejenigen, die schlafen m\u00f6chten, nicht gest\u00f6rt werden.<strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<h3>6. Zul\u00e4ssigkeit von Geschenken<\/h3>\n<ul>\n<li>Es werden grunds\u00e4tzlich keine privaten Geschenke zwischen Sch\u00fcler*innen und Lehrer*innen getauscht.<\/li>\n<li>Anlassbezogene,\u00a0angemessene Aufmerksamkeiten zwischen Sch\u00fcler*innen und Lehrkr\u00e4ften (z. B. Geburtstagskuchen, Wichteln, gruppenbezogenes Essen, Preise) sind zul\u00e4ssig, wenn die Gr\u00fcnde daf\u00fcr auf Nachfrage transparent gemacht werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Die Annahme unangemessen wertvoller Geschenke wird abgelehnt.<\/li>\n<li>Private Geldgesch\u00e4fte (z. B. Geld verleihen, Verk\u00e4ufe) und Anstellungsverh\u00e4ltnisse von Lehrenden mit Sch\u00fcler*innen sind grunds\u00e4tzlich nicht erlaubt.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>7. Disziplinarma\u00dfnahmen<\/h3>\n<ul>\n<li>Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen p\u00e4dagogisch begr\u00fcndet sein und werden nach der Seminarvereinbarung im Konvent bzw. Teilkonvent abgesprochen. Die Seminarvereinbarung ist von Sch\u00fcler*innen und Lehrer*innen gemeinsam entwickelt und beschlossen worden und wird regelm\u00e4\u00dfig gemeinsam \u00fcberarbeitet.<\/li>\n<li>Disziplinierungsma\u00dfnahmen werden den Sch\u00fcler*innen transparent gemacht.<\/li>\n<li>Die Nichteinhaltung von Regeln wird mit Konsequenzen sanktioniert, die\u00a0nach M\u00f6glichkeit\u00a0in Zusammenhang mit dem Fehlverhalten stehen.<\/li>\n<li>Grenzverletzungen, die in Zusammenhang mit der Androhung oder Anwendung k\u00f6rperlicher oder psychischer Gewalt stehen, werden konsequent verfolgt.<\/li>\n<li>Willk\u00fcr, jede Form von Gewalt oder N\u00f6tigung sind untersagt.<\/li>\n<li>Dem m\u00f6glichen Auftreten solcher Formen etwa in der Aus\u00fcbung von Ritualen und Traditionen wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet, es finden dazu Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen wie vorbereitende Gespr\u00e4che statt.<\/li>\n<li>Verst\u00f6\u00dfe gegen Regeln werden grunds\u00e4tzlich dokumentiert und von den daf\u00fcr zust\u00e4ndigen Gremien und Lehrenden mit Folgen belegt.<\/li>\n<li>Auf Wunsch der betroffenen Sch\u00fcler*innen wird eine weitere Vertrauens- oder Lehrperson zu den Gespr\u00e4chen dazu gebeten.<\/li>\n<li>Es werden keine geschlechtsdifferenten Disziplinierungsma\u00dfnahmen verh\u00e4ngt.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>8. Regeln f\u00fcr den Nachtdienst<\/h3>\n<ul>\n<li>Nachtruhest\u00f6rungen und Notf\u00e4lle (z. B. gesundheitliche Probleme von Sch\u00fcler*innen, Fehlen von Sch\u00fcler*innen) erfordern schnelles Handeln, da die F\u00fcrsorgepflicht \u00fcber der Privatsph\u00e4re steht.<\/li>\n<li>Vor dem Betreten der Internatszimmer wird auf angepasstes Klopfen geachtet und auf Zustimmung gewartet, auch bei ge\u00f6ffneter T\u00fcr. Wird das Antworten au\u00dfen nicht geh\u00f6rt, kann die T\u00fcr um eine Fingerbreite ge\u00f6ffnet werden, um nochmals um Erlaubnis zum Betreten zu bitten.<\/li>\n<li>Sollte ein Gespr\u00e4ch im Zimmer notwendig sein, wird in der Regel die T\u00fcr offengelassen, wenn Betreuende mit Sch\u00fcler*innen allein sind. Bei der Wahl des Gespr\u00e4chsortes soll der Wunsch der Sch\u00fcler*innen angemessen ber\u00fccksichtigt werden. Ist ein l\u00e4ngeres Gespr\u00e4ch vonn\u00f6ten, kann dies in der Teek\u00fcche erfolgen.<\/li>\n<li>Muss zur Kl\u00e4rung einer Situation mit gegengeschlechtlichen Sch\u00fcler*innen gesprochen werden, bem\u00fchen sich die Betreuenden darum, dass die betreffenden Sch\u00fcler*innen von anderen Sch\u00fcler*innen nach drau\u00dfen gebeten werden.<\/li>\n<li>Halten sich die Sch\u00fcler*innen im Lehrerzimmer auf, wird die T\u00fcr offengelassen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8220;385159&#8243;]<\/p>\n<div id=\"c167\">\n<div class=\"container container--small\">\n<div class=\"ce-textpic ce-right ce-intext\">\n<div class=\"ce-bodytext margin-bottom-huge\">\n<h3>9. Verankerung im Alltag und im Curriculum<\/h3>\n<ul>\n<li>Bei erfahrener oder beobachteter (sexualisierter) Gewalt k\u00f6nnen Frau Kasper, Herr Stock, jede andere Lehrkraft bzw. Vertrauensperson, die Psychologische Beratungsstelle Ulm\/Blaubeuren oder Frau Werling zurate gezogen werden (Kontaktm\u00f6glichkeiten s. Aushang H\u00e4user).<\/li>\n<li>Sch\u00fcler*innen: In dieser Altersgruppe geht sexualisierte Gewalt vor allem von der Peergroup aus. Um daf\u00fcr zu sensibilisieren und Ansprechpartner*innen am Seminar zu benennen, ist die j\u00e4hrliche Thematisierung in den einzelnen Klassen und der Parit\u00e4t vorgesehen.<\/li>\n<li>Sch\u00fcler*innen werden ermutigt, sich auch weiterhin \u00fcber das Schutzkonzept und das Bed\u00fcrfnis nach eigener Privatsph\u00e4re auszutauschen und auch untereinander Grenzen zu verbalisieren. Diese d\u00fcrfen nicht \u00fcbergangen werden.<\/li>\n<li>Kollegium: Neben der Intervention bei konkreten Anl\u00e4ssen wird der Verhaltenskodex mit anderen wichtigen Unterlagen vor dem Er\u00f6ffnungskonvent versendet und j\u00e4hrlich mit der Einladung f\u00fcr eine Besprechungszeit im Konvent zur regelm\u00e4\u00dfigen Erg\u00e4nzung \/ Korrektur \/ Weiterentwicklung vorgelegt.<\/li>\n<li>Mitarbeitende werden sensibilisiert und zum Mitteilen von Beobachtungen ermutigt.<\/li>\n<li>P\u00e4dagogische Mitarbeiter*innen, Instrumental- und Gesangslehrer*innen werden zur Einhaltung verpflichtet und zum Mitteilen von Beobachtungen ermutigt.<\/li>\n<li>Die Schulkonferenz ber\u00e4t den Verhaltenskodex, die Klassenpflegschaften erhalten ihn zur Kenntnis.<\/li>\n<li>Neue Sch\u00fcler*innen und Eltern erhalten den fertiggestellten Verhaltenskodex zusammen mit dem Anfangsmaterial.<\/li>\n<li>Schutzkonzept und Verhaltenskodex werden auf der Homepage des Seminars \u00f6ffentlich gemacht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>(Stand 21. April 2026)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8220;125553&#8243;] Die n\u00f6tige Distanz wahren und N\u00e4he zulassen. 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